Montag, 15. Januar 2007

Was ist eine Senkung?

Von einer Senkung spricht man, wenn ein Organ im Becken tiefer liegt, als es normalerweise liegen sollte. Grad III einer Senkung wird Vorfall oder Prolaps genannt. Dabei treten Teile der Organe aus der Scheide oder dem After aus.

Je nachdem, welches Organ sich senkt, bezeichnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt die Senkung unterschiedlich:
  • Urethrozele: Senkung der Harnröhre
  • Zystozele: Senkung der Harnblase durch die vordere Scheidenwand
  • Zystourethrozele: Senkung von Harnblase und Harnröhre
  • Deszensus uteri: Gebärmuttersenkung
  • Rektozele: Senkung des Enddarms durch die hintere Scheidenwand
  • Enterozele: Senkung des Dünndarms
Organsenkungen entstehen nicht von heute auf morgen, sondern über Jahre. Am Anfang einer Senkung fühlt sich die Scheide meist weich und offen an. Beim Geschlechtsverkehr spüren Sie den Partner wenigerk, oft nur noch, wenn er eindringt. Mit der Zeit spüren Sie ein Schweregefühl im Becken, besonders bei körperlichen Belastungen wie beim Heben von Kleinkindern, langem Stehen oder Bergab-Gehen. Verschlimmert sich die Snekung noch mehr, entsteht das sogenannte Fremdkörpergefühl, es fühlt sich an, als hätten Sie etwas in der Scheide.
Die Beschwerden sind meist nur zeitweise, unter Belastung spürbar. Wenn Sie sich hinlegen oder vornüberbeugen, verschwinden sie wieder.

Auszug aus: Claudia Amherd 'Beckenbodentraining - Fitness für den kostbarsten Muskel der Frau' ISBN-13 978-3-8334-4143-1