Donnerstag, 4. Januar 2007

Medikamente können die Blase schwächen

Blasenschwäche ist meist das Ergebnis von verschiedenen Faktoren, die über Jahre auf den Körper einwirken. Einer dieser Faktoren sind Medikamente. Der Einfluss der Medikamente auf die Blase wird häufig unterschätzt und findet deswegen auch bei Medizinern nur geringe Beachtung.

Medikamente haben oft Nebenwirkungen wie Verstopfung, Muskuläre Verspannungen, Herabsetzung der Reaktion usw. All dies kann die gesunde Funktion der Blase stören.

Beispiele von Medikamenten, die Ihre Blasenfunktion schwächen können:
  • Psychopharmaka, Antidepressiva
  • Schmerzmittel
  • Betablocker, Mittel gegen Bluthochdruck
  • Schlafmittel
  • Abführtabletten
  • Entwässerungstabletten
  • Antiepileptika, Mittel gegen Epilepsie
  • Beruhigungstabletten
  • Mittel gegen Magen-Darmerkrankungen
  • Cholesterinsenker, Bluttfettsenker
Wenn Sie ein Medikament einnehmen müssen, das auf dieser Liste steht, setzen Sie es keinesfalls einfach ab! Ihr Arzt hat Ihnen dieses Medikament für eine Erkrankung verschrieben. Wenn Sie Schwierigkeiten mit der Blase haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Falls Sie solche Medikamente einnehmen müssen, kann sich der Erfolg des Beckenbodentrainings verzögern. D.h. nicht, dass Sie nicht erfolgreich sein werden. Sie werden lediglich etwas länger trainieren, bis Sie erste Erfolge erzielen. Oder bis Sie gar keine Beschwerden mehr haben. Am besten brechen Sie Ihr Beckenbodentraining gar nicht mehr ab und trainieren wöchentlich Ihr Programm!